Krankheitsbild

Gedanken zum PHÄNOMEN ALZHEIMER

entnommen aus dem Drehkonzept zum Dokumentarfilm "ZURÜCK ZU EINEM UNBEKANNTEN ANFANG - Leben mit Alzheimerkranken"

 

Verwirrtheit macht betroffen, berührt, stellt in Frage, wirft die sich ihrer selbst noch so sicher fühlende Person oft für Erlebnis-Ewigkeiten aus der Bahn, auch wenn es sich dabei nach unserer Zeitmessung nur um Sekundenbruchteile handelt.

Verwirrtheit entsteht oft langsam, kaum merklich für einen selbst oder die Umwelt.

Womit haben wir es eigentlich zu tun?
In der Literatur werden ca. 70 verschiedene primär (die Hirnfunktion verändert sich per se pathologisch) und sekundär degenerative Demenzformen beschrieben.

 

Die Alzheimer-Krankheit


ist die am häufigsten diagnostizierte primäre Demenz - eine ständig fortschreitende Gehirnleistungsschwäche beziehungsweise geistige Zerrüttung, die Gedächtnis, Verhalten und Intelligenz stark beeinträchtigt.

Die Krankheit ist mit diagnostischen Methoden zu Lebzeiten eines Menschen nur schwer erkennbar. Es beginnt kaum spürbar: Leichte Vergesslichkeit, nachlassende Urteilsfähigkeit, Orientierungsprobleme, Sprachschwierigkeiten, häufige Geistesabwesenheit lassen ahnen, dass etwas mit dem Betroffenen nicht stimmt. Das ist das erste Stadium der Krankheit, der Anfang, an dem das Gehirn beginnt, zu Grunde zu gehen. Und auch der Betroffene spürt es, wird unruhig, ahnt was auf ihn zukommt, hat Angst und wird aggressiv.

Im zweiten Stadium folgt der Abschied vom Ich. Der Betroffene erkennt seine Umgebung und selbst seinen Partner nicht mehr, findet sich nicht zurecht, kann sich nicht sauber halten, nicht allein essen. Der geistige und körperliche Verfall ist dann für alle sichtbar. Danach beginnt das dritte Stadium. Dieses kann Jahre dauern, fünf, sechs, sieben Jahre. In dieser Zeit hat der Betroffene die Intelligenz eines Neugeborenen erreicht und erst der Tod setzt der Entmündigung und Entwürdigung einer einmaligen Persönlichkeit ein Ende. Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist bisher nicht bekannt. Es werden eine Reihe von Hypothesen diskutiert, die genetische, toxische, infektiöse und immunologische Faktoren berücksichtigen.

Unsere Gehirnwindungen


Hirnzellensind vergleichbar mit den Mäandern eines Flusses. Die Nervenzellen gleichen Bäumen, die ein Leben lang wachsen. In den Stürmen ihres Lebens verlieren diese „Bäume" Äste, treiben neu aus, verwelken und sterben schließlich.

Die Alzheimer-Krankheit ist gegenwärtig nicht zu heilen, allenfalls medikamentös zu verzögern.Psychotherapeutische Trainingsprogramme sollen die Gedächtnisleistung zusätzlich verbessern. Besonders wichtig für die Erkrankten sind, außer einem möglichst frühen Behandlungsbeginn, die soziale Zuwendung und krankheitsgerechte Gestaltung des Lebensumfeldes.

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